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Aktion / Bericht

ÖDP besucht Ausstellung „Führer wir gehören dir – Kindheit und Jugend in der NS-Zeit im Märkischen Kreis“

Die Aktualität wird im Angesicht des Russland-Ukraine-Konfliktes schmerzlich sichtbar.

Mitglieder und Freunde unseres ÖDP Kreisverbandes besuchten am vergangenen Sonntag das Geschichtsmuseum der Stadt Lüdenscheid. 

Die inzwischen verlängerte Ausstellung „Führer wir gehören dir – Kindheit und Jugend in der NS-Zeit im Märkischen Kreis“ nimmt einen sehr lokalen Bezug zu den Geschehnissen der Jahre 1933 bis 1945. Sie beleuchtet aber auch bereits die Strömungen davor und besonders die Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen, die in dieser Zeit groß werden mussten.

Geleitet wurde die Führung von Kreisarchivar Ulrich Biroth, der die Ausstellung selbst kuratiert hat und dadurch sehr gute Einblicke in seine Arbeit geben konnte. Es wurden viele Dokumente und Schriften der Zeit ausgewertet, weshalb die bekannten Fakten um Einzelschicksale erweitert werden konnten. Gerade diese lassen die Geschichte hier lebendig werden und schlagen den Bogen von bereits bekanntem Wissen, zu der Besonderheit, einen komplett regionalen Bezug zu haben.

Anhand von Schulbüchern wird deutlich, wie selbst die Jüngsten schon in der Schulzeit indoktriniert wurden. Aber auch in der Freizeit konnten sich die Kinder und Jugendlichen dem Einfluss der Nazis zu keiner Zeit entziehen. Die Mitgliedschaft einer kirchlichen oder anderweitigen Jugendgruppe wurde zum Beispiel automatisch zu einer Hitlerjugend-Mitgliedschaft, wessen sich manche Kinder oder Eltern nicht einmal richtig bewusst waren.

Der Krieg und die Möglichkeit für das Vaterland sein Leben zu lassen werden durch Kriegsspielzeuge und Zeitschriften schon früh in den Kinderköpfen verankert. Aber auch Judenfeindlichkeit und die Ablehnung von sogenannten „Asozialen“ wurden fächerübergreifend in Schulaufgaben eingebettet. Viele dieser komplexen Zusammenhänge, die das Leben der Kinder und Jugendlichen in den Kriegsjahren, aber auch durch die Kinderlandverschickung oder das sogenannte „Aufräumen“ geprägt haben, werden selbst gut informierten Besuchern hier erst deutlich.

Zum Abschluss der Führung ließen wir uns noch auf einen Kaffee im Museumscafé nieder, reflektierten das Gehörte und Gesehene und reicherten es durch eigene Erfahrungen und Familiengeschichten an.

Eines aber wurde deutlich: Die Aktualität des Ganzen wird im Angesicht des Russland-Ukraine-Konfliktes wieder schmerzlich sichtbar. Darum steht die ÖDP für eine ökologisch DEMOKRATISCHE Politik und wir sind froh dieses auf Bundesebene in der Partei auch durch unseren Rechts- (aber auch Querdenker-) Abgrenzungsbeschluss deutlich nach außen zu tragen.

 

Text und Fotos: Ina Heift

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