ödp setzt auf Zweitstimme

Auch wenn der Münsteraner Ratsherr Gerd Kersting Spitzenkandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) zur Bundestagswahl am 27. September 09 ist, verzichtet er in Münster auf eine Direktkandidatur. Kersting, auch Landesvorsitzender der ödp NRW, steht auf Platz 1 der ödp-NRW-Liste.

„Ich bin Realpolitiker und setze bei der Bundestagswahl ausschließlich auf die Zweitstimme“, erklärt Kersting seinen Verzicht, „denn wenn wir vor Ort etwas bewegen wollen, müssen wir jetzt unser bundespolitisches Profil schärfen.“

Der ödp, nach ihrem Programm (www.oedp.de) eine Partei der politischen Mitte, sei es wichtig, deutlich zu machen, dass sie nicht extremes linkes oder rechtes Gedankengut verbreite. Sie wolle vielmehr christliche Werte vermitteln, sich zudem für konsequenten Umweltschutz und für Familien einsetzen.

„Mit unseren Konzepten sind wir näher am Bürger, als die Grünen oder die große Koalition in Berlin. Beispielsweise ist unser Familienkonzept mit ihrem Erziehungsgehalt durchgerechnet und kostet zehn Milliarden Euro weniger, als die bundesweit forcierte Betreuungsquote von unter dreijährigen Kindern; das so genannte u-3-Programm“, untermauert Kersting die Finanzierung des ödp-Familienprogramms. „Im Gegensatz zur Bundesregierung berücksichtigen wir dabei sogar Familien mit Kindern bis zum 14. Lebensjahr.“

 

Dazu käme noch eine echte und faire Wahlfreiheit der Eltern, ob sie ihr Kind selbst oder fremd betreuen lassen. Die CDU hingegen meine mit Wahlfreiheit lediglich die Möglichkeit, bei der sich Eltern zwischen verschiedenen Kindergärten entscheiden, nicht aber, ob das Kind zu Hause erzogen würde. Kersting:„So kann gerechte Familienpolitik nicht aussehen, wo Eltern das Nachsehen haben, wenn sie für ihre Kinder selbst sorgen.“

 

So wie die ödp für viele bundespolitische Themen Konzepte entwickelt hat, setzt sich der Landespolitiker Kersting in punkto Familienpolitik gerade hier in Nordrhein-Westfalen für einen Stopp des Betreuungsausbaus für unter Dreijährige ein, „denn aus finanziellen Gründen, wie auch aus meinem Gerechtigkeitsgefühl heraus allen Eltern gegenüber, können wir uns den weiteren Ausbau des u-3-Programms hier in NRW nicht mehr leisten.“

 

Es lohne sich, die ödp zu wählen, da die Wählerstimme nicht verloren gehe, denn bereits ein Wahlergebnis von über 0,5 % bringe die ödp in Deutschland mit der erforderlichen Wahlkampfkostenerstattung gegenüber den etablierten Volksparteien finanziell nicht ins Hintertreffen.

 

(gk)


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