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Leserbrief zum Leserbrief des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Otto Bodenheimer "Klimaschutz wird nicht frei Haus geliefert" , LN vom 8.10.2019

Richtigstellung: In der Ausschusssitzung am 25. September haben der Ausschussvorsitzende und verschiedene Ausschussmitglieder nicht "mit viel Geduld... zugehört", wie Herr Bodenheimer behauptet. Im Gegenteil.

Mit Ungeduld wurde ich, fast von Anfang an, mehrfach durch Zwischenrufe gestört, zur Eile gedrängt, unterbrochen. Wurde damit "beladen", sinngemäß, dass ich eh schon eine große "Bühne" habe. Bekam untersagt, falsche Widergaben meiner Äußerungen durch Ausschussmitglieder, spontan richtig zu stellen. Dies könne ich später tun, wenn ich wieder dran wäre, war aber nicht wieder dran.

Zusammenfassend mein Eindruck und der anderer Sitzungsteilnehmer: Was willst du eigentlich hier, auf unserer "Bühne", ... dann so lange? Du hättest das ganze nicht so machen sollen wie du es gemacht hast, sondern wie wir es als richtig angesehen hätten. Nämlich: Du hast dich "zu selten eng am eigentlichen Thema" gehalten.
War das eine Schulstunde? Es bestand wenig Hörbereitschaft weil das Abstimmungsergebnis, andere Interessen verfolgend, bereits vor der Sitzung feststand. Eine abweisende Atmosphäre wie in einer schlechten Gerichtsverhandlung.

Zur Sache: Auch in seiner Bemerkung "auf viele der von Herrn Bartsch genannten Sachverhalte haben wir keinen unmittelbaren Einfluss", irrt Herr Bodenheimer. Diese Aussage ist die des ewigen "Killer-Phrasen-Dreschens" hinsichtlich Nicht-Zuständigkeit und Nicht-Verantwortlichkeit.
Denn: Wir alle haben, können, - müssen! - sehr wohl einen unmittelbaren Einfluss nehmen, dürfen keine politischen Kompromisse mehr eingehen durch "Mitgliedschaften, Teilnahmen, Prüfungen, Zertifizierungen, Kennzeichnungen, Ausrichtungen usw. usw.". Der unmittelbare Einfluss besteht in genereller Reduzierung, in einem ganz einfachen "weniger", und zwar durch jede*n und sofort. Und durch Ratsbeschlüsse, wie die ÖDP angeregt hat, die zu einer effektiven Reduzierung von CO2 führen. Noch mehr aber wäre der unmittelbare Einfluss durch das vorherige Bekenntnis der Stadt Lüdenscheid entstanden: 'Wir, die Stadt Lüdenscheid, haben den Ernst der drohenden Weltuntergangs-Entwicklung erkannt und rufen daher den Klimanotstand aus.' Das damit verbundene Signal wäre gewesen: 'Wir, die Stadt Lüdenscheid, nehmen euch, die Bürger*innen, die südwestfälischen Unternehmer*innen mit der drittstärksten Wirtschaftskraft in Deutschland, mit, die überaus dringliche "Große Transformation" (Horst Köhler, Bundespräsident a.D.), den (schwierigen) Umbau, sofort in Angriff zu nehmen. Weil wir absolut keine Zeit mehr haben. Wir, die Stadt Lüdenscheid, laden euch ein, bitten euch, macht 'Klimaschutz zur Bürgerbewegung'. Für ein gutes Leben aller Menschen auf der ganzen Welt, insbesondere zukünftiger Generationen.'

Durch das Mitnehmen der Menschen hätte die Stadt Lüdenscheid mit einem Schlag mehr als 50% ihres "Aktionsprogramm Klimaschutz" erreicht. (1x1 der Betriebswirtschaftslehre: "Aus Betroffenen Beteiligte machen"). Durch die Nicht-Ausrufung des Klimanotstands durch die Stadt Lüdenscheid wird der Einzelne zu dem Schluss kommen: Die machen da was im Rathaus. Es gibt keinen Klimanotstand oder eine Notfallmaßnahme ist hoffnungslos.

Eine für das Überleben wichtige Chance wurde vertan.

Claudius Bartsch

Ökologisch-Demokratische Partei
Kreisverband Märkischer Kreis


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