Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Bla Bla Bla

Wenn es darum geht, gezielte Maßnahmen zum Umweltschutz konkret umzusetzen, werden die eigenen Ziele der Stadt nicht verwirklicht.

Quelle: pixabay, Tumisu

Leserbrief zum LN Artikel -Photovoltaik „nicht wirtschaftlich"- vom 29.11.2021


Bla Bla Bla

Schon bevor der erste Spatenstich für die neue Musikschule erfolgte, gab es die Forderung zur Errichtung einer Photovoltaik Anlage auf dem neuen Flach-Dach. Bereits bei der Planung aber wurde eine Solaranlage auf dem Dach überhaupt nicht in Betracht gezogen.

Der Rat der Stadt Lüdenscheid hat aber in seiner Sitzung am 30.9.2019 entschieden, sich selbst eine Solardachpflicht aufzuerlegen.

Die „Zentrale Gebäudewirtschaft", ZGW, der Stadtverwaltung, argumentiert nunmehr, dass eine Solaranlage „unwirtschaftlich", Planung, Rückbau und Wieder-Aufbau, zu teuer ist. Dann wird lieber noch zusätzliches Geld für eine „Machbarkeitsstudie" ausgegeben, um deutlich zu machen, das es sich jetzt nicht mehr lohnt.

In den vergangenen Jahren gab es viele Treffen der Steuerungsgruppe „Global Nachhaltige Kommune" zum Thema Umwelt- und Klimaschutz und entsprechende Vereinbarungen für eine Solardachpflicht in der Stadt Lüdenscheid.

Aber das alles scheint nur Bla Bla Bla zu sein. Wenn es darum geht, gezielte Maßnahmen zum Umweltschutz konkret umzusetzen, werden die eigenen Ziele der Stadt nicht verwirklicht.

Lüdenscheid hat extra für den Umwelt- und Klimaschutz zwei Klimaschutzbeauftragte eingestellt, Marcus Müller und Lisa Flender. Nimmt der Rat der Stadt und nehmen andere Mitarbeiter der Stadtverwaltung deren Arbeit richtig wahr?

Mit der Perspektive, keine Solaranlage auf dem Dach der neuen Musikschule zu errichten hat sich Lüdenscheid ein Eigentor geschossen. Es steht nicht 1:0 für den Umwelt- und Klimaschutz, sondern 0:1! Langfristig werden unsere Enkelkinder diese nicht nachvollziehbaren Planungen und Entscheidungen auszubaden haben.

Zum Schluss noch eine Idee: Es werden Spenden von Firmen und Privatpersonen gesammelt, die sich für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren, um die zusätzlichen Kosten der Stadt abzudecken. Die Photovoltaik Anlage könnte dann zum Beispiel über ein Bürgerprojekt der Bürgerenergie finanziert und errichtet werden. Dadurch würden der Stadt Lüdenscheid überhaupt keine weiteren Kosten entstehen.

 

Michael Langer,
Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Märkischer Kreis

Foto: Michael Langer