Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Verwaltung schießt über das Ziel hinaus

Die Verwaltung schießt mit der neuen Verordnung zu den Brauchtumsfeuern deutlich über das Ziel hinaus", kritisiert Bezirksvertreter Markus Stamm (ÖDP)

den von der Verwaltung vorgelegten Entwurf.

Bottrop 05.02.17 "Die Verwaltung schießt mit der neuen Verordnung zu den Brauchtumsfeuern deutlich über das Ziel hinaus", kritisiert Bezirksvertreter Markus Stamm den von der Verwaltung vorgelegten Entwurf.

Zwar sei das eigentliche Ziel, die Anzahl der Osterfeuer deutlich zu reduzieren und auf öffentliche Veranstaltungen zu begrenzen, grundsätzlich richtig. "Die massive Belastung der Bürger mit Feinstaub an den Osterfeiertagen insbesondere durch die ca. 300 privaten sogenannten Osterfeuer, die vornehmlich der Entsorgung von Grünabfällen dienen, ist unbedingt zu reduzieren", so Stamm weiter. Aber mit den im Verordnungsentwurf vorgegebenen Entfernungen zu Gebäuden werde es in Altbottrop unmöglich, noch Osterfeuer genehmigt zu bekommen.

"Seit vielen Jahrzehnten stattfindende Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Osterfeuer an der St. Elisabeth-Kirche an der Eichenstraße, sind nicht mehr genehmigungsfähig" befürchtet Stamm. Und auch der ÖDP Ratsherr Johannes Bombeck weiß um traditionsreiche Veranstaltungen, die damit unmöglich werden: "Die Osterfeuer der Freiwilligen Feuerwehr Vonderort oder am Barbaraheim sind in Gefahr".

Hintergrund sind die in der geplanten Verordnung vorgegebenen Abstände zu Gebäuden von 100 Metern. Diese stießen in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Mitte auch bei den anderen Parteien auf Skepsis. Nachdem die Bezirksvertretung Kirchhellen in den Abständen kein Problem gesehen hat, wurden die Bedenken in Mitte auf Grund der viel dichteren Bebauung in den Altbottroper Stadtteilen geteilt. Doch letzendlich hat die Bezirksvertretung einen Änderungsantrag der ÖDP, die vorgegebenen Abstände deutlich zu reduzieren, vertagt.

Die ÖDP hofft nun, dass die anderen Fraktionen im kommenden Umweltausschuss sowie bei der erneuten Beratung des Themas in der Bezirksvertretung Mitte ein Einsehen zeigen und sich nicht an der Zerstörung der tatsächlich als Brauchtum anzusehenden und von vielen Bürgern besuchten traditionellen Osterfeuer in Altbottrop beteiligen.